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Rote Sofas, schwarz gekleidete Kellner
Quelle: Westfälische Nachrichten vom 10. Januar 2006
Wer neu in Münster ist oder keine Experimente mag, der geht am besten ins Extrablatt (das sich in der Salzstraße und an der Königsstraße befindet). Denn eigentlich sieht die Café-Kette überall gleich aus - und hat auch überall dasselbe Angebot. Da weiß man, was man bekommt: rote Sofas, Spiegel und Kunstdrucke im Café und auf der Karte Pizzen, Snacks, Bier, Cocktails, Kaffee.
Die Kellner sind mit schwarzen Hemden und langen Schürzen uniformiert. In Osnabrück, Emsdetten, Dortmund und Essen war ich schon mal in einem Extrablatt und habe mich gleich zu Hause gefühlt. Später war ich allerdings ein bisschen orientierungslos. Denn wenn ich das Café wieder verließ, war da gar nicht meine vertraute münsterische Nachbarschaft.
Das Bistro an der Königsstraße (kurz vor dem Ludgerikreisel) liegt weniger als zwei Minuten zu Fuß von meiner Haustür entfernt. Dort bei einem Kaffee die verschiedenen Tageszeitungen durchzublättern, stellt den optimalen Start in den Tag dar.
Meistens ist es voll, vor allem nachmittags und am Wochenende. Vom Shopping erschöpfte Menschen haben sich und ihre Tüten aus der nahen Fußgängerzone hergeschleppt und erholen sich von den Strapazen. Ich mag das Extrablatt vor allem am Samstagmorgen zum Frühstücken. Am Buffet gibt es Brötchen, Croissants, Käse, Aufschnitt, Eier, Müsli, Joghurt - mehr als mein eigener Kühlschrank hergibt. Das Gute: Am Samstag ist es etwa drei Euro günstiger als sonntags.